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Branche: www.hbaustria.at | Autor: Mag. Thomas Riemer | Datum: 29.04.2010 | Quelle: IFA Berlin

IFA 2010: Trends der Consumer Electronics


Als weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics zeigt die IFA 2010 das ganze Neuheitenspektrum eines dynamischen, innovativen Industriezweigs. Medien in 3D, HDTV, faszinierende neue Bildschirm-Technologien, Entertainment, Navigation und Kommunikation mit mobilen Endgeräten, neue Mobilfunk-Technologien für flächendeckende Breitband-Infrastrukturen, Medien im drahtlos vernetzten Heim – die IFA präsentiert die Trends aus allen Bereichen der Branche.

Breites Geräteangebot für die dritte Dimension, HDTV treibt den Massenmarkt



Mit der HDTV-Regelausstrahlung der öffentlich-rechtlichen und der werbefinanzierten Programme in Deutschland hat die neue Generation des Fernsehens endgültig den Massenmarkt erreicht. Die Geräteindustrie hat den TV-Generationswechsel schon seit Jahren perfekt vorbereitet – mit einem umfassenden Angebot an HDTV-tauglichen Bildschirmen und mit einer immer größeren Vielfalt an HDTV-Set-Top-Boxen. Die TV-Neuheiten des Jahres 2010 sind komplett für die HDTV-Zukunft gerüstet: Eingebaute digitale HDTV-Empfangsteile für Satellit, Kabel und Antenne gehören in den gehobenen Geräteklassen zu den selbstverständlichen Ausstattungsmerkmalen, neue digitale Zugangstechnologien wie die Schnittstelle CI Plus sorgen für Kompatibilität über die Grenzen von Verteilnetzen und Programmanbietern hinweg.



Und schon zeichnet sich der nächste Schritt der Medien-Evolution ab: der Aufbruch in die dritte Dimension der bewegten Bilder. Im digitalen Kino hat sich die 3D-Technik bereits fest etabliert – nicht zuletzt durch spektakuläre Filmproduktionen wie den 3D-Blockbuster „Avatar“. Die CE-Industrie schafft nun auch die Voraussetzungen für 3D-Bilder im Wohnzimmer – natürlich ich HD-Qualität.



Alle wichtigen Hersteller zeigen zur IFA 2010 bereits 3D-taugliche Fernsehgeräte und passende 3D-Brillen in großer Auswahl, Das DVB-Konsortium erarbeitet derzeit eine 3D-Erweiterung des digitalen Fernsehens, erste Sender erproben bereits 3D-Ausstrahlungen, etwa von großen Sportereignissen. Die 3D-Ergänzung des Blu-ray-Standards, verabschiedet im Dezember 2009, macht diesen optischen Datenträger zum perfekten Distributionsmedium für 3D-Inhalte in voller HD-Auflösung. Fachbesucher werden auf der IFA 2010 auch erstmals stereoskopische Videokameras sehen können – sowohl für den professionellen Einsatz als auch für ambitionierte Amateure.



Das Internet erobert den TV-Bildschirm



Ein weiterer wichtiger Technik-Trend: Fernsehgeräte der jüngsten Generation holen das Internet ins Wohnzimmer. Ob Videoclips von Youtube-Seiten, Diashows vom Online-Fotodienst, der Wetterbericht, minutenaktuelle News, Sport-Ergebnisse, Börsenkurse oder Kommunikation via Skype: All diese Angebote gibt es jetzt zum Anklicken. Die Hersteller setzen dabei auf unterschiedliche Technologien, etwa auf standardisierte Browser oder auf spezielle Widgets. Das Resultat ist in allen Fällen ähnlich: Der Zugriff auf Internet-Inhalte ist so einfach wie das Zappen durch die klassischen Fernsehprogramme.



Künftig sollen Industriestandards proprietäre Web-TV-Lösungen nach und nach ergänzen und langfristig ablösen. Daraus resultieren viele praktische Vorteile: Inhalte-Anbieter können ihre Web-Dienste unabhängig von Engeräte-Plattformen und Hersteller-Bindungen aufbereiten, was zur erheblichen Ausweitung des Angebots führen wird. Die Einbindungen bereits etablierter digitaler TV-Technologien wird darüber hinaus eine enge inhaltlich Verzahnung von Fernsehprogrammen und Internet-Angeboten ermöglichen. Die IFA 2010 wird bereits viele Anwendungsbeispiele auf der Basis offener Standards präsentieren, darunter auch eine neue Generation des Videotexts auf der Basis von Internet-Technologien.



Die Verschmelzung von Web und Fernsehen schafft auch perfekte Voraussetzungen für private Videokonferenzen: Die IFA 2010 wird erste Fernseh-Bildschirme mit eingebauten Mikrofonen und Mini-Kameras zeigen, die über Internet-Telefondienste wie Skype kostengünstige Videokommunikation erlauben – mit Freunden, Verwandten und Partnern selbst in den entlegensten Winkeln der Welt.



Neue Bildschirm-Technologien für mehr Kontrast, weniger Energie, klare Bewegungen



Höhere Energie-Effizienz, noch bessere Bildqualität und immer schlankere Bauformen – diese Trendmarken bestimmten bereits im IFA-Jahr 2009 Jahr die Weiterentwicklung in der TV-Technik. Die LED-Hinterleuchtung von LCD-Bildschirmen, zur IFA 2009 noch ein exklusives Ausstattungsmerkmal von Geräten in den gehobenen Preisklassen, setzt sich nun auf breiter Front durch. Die einzelnen LED-Lichtzellen lassen sich so ansteuern, dass sie den Helligkeitsvorgaben des Bildinhalts entsprechen („Local Dimming“). So erzielen sie wesentlich höhere Kontraste und senken den Energieverbrauch signifikant. Auch die Plasma-Bildschirme werden sich auf der IFA 2010 mit nochmals deutlich verringertem Energiebedarf präsentieren. Die Hersteller setzen damit ihren schon vor zwei Jahren eingeschlagenen Kurs konsequent fort.



Natürliche, flüssige und konturenscharfe Bewegungsabläufe sind ein weiteres Kriterium für die Verbesserung der Bildqualität. Alle großen Hersteller werden auf der IFA 2010 attraktive neue Gerätemodellen zeigen, die mit einem Vielfachen der Standard-Bildfrequenz und mit intelligent vorausberechneten Zwischenbildern arbeiten. So sorgen sie selbst dann noch für klare Bilddetails, wenn beispielsweise die Kamera in Sekundenbruchteilen über ein ganzes Fußballfeld schwenkt – gerade im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft ein deutlich sichtbarer Vorteil.



Auch wenn Alternativtechnologien zu den etablierten Plasma- und LCD-Fernsehbildschirmen erst in einigen Jahren eine größere Marktbedeutung erlangen werden, so sind sie auf der IFA 2010 dennoch bereits zu sehen. OLED-Bildschirme etwa werden sich in Berlin nicht nur als Prototypen, sondern auch schon als technisch ausgereifte Seriengeräte präsentieren – erstmals sogar in größeren, wohnzimmertauglichen Formaten.



Blu-ray Disc: Ein reifer Markt, eine umfassende Auswahl an Endgeräten



Die Blu-ray Disc präsentiert sich auf der IFA als rundum ausgereifte Medienplattform – mit etablierten Standards auf höchstem technischen Niveau, mit einer großen Auswahl an Filmen und anderen Medieninhalten, mit Online-Anbindung und mit einem umfassenden Angebot an Abspielgräten. Blu-ray-Player als Standalone-Komponenten gibt es jetzt in vielen Varianten und Bauformen und zu attraktiven Preisen. Blu-ray-Laufwerke gehören aber auch immer mehr zur Standard-Ausstattung kompletter Heimkino-Systeme; hier haben sie bereits begonnen, die DVD-Technik abzulösen.



Die IFA 2010 wird darüber hinaus erstmals 3D-fähige Blu-ray-Player in großer Auswahl präsentieren – und eine Vielfalt an Gerätemodellen mit multimedialen Zusatz-Ausstattungen, etwa digitalen Medienplayern, die Inhalte von der PC-Festplatte über das Heimnetzwerk wiedergeben oder Video-on-demand-Dienste unterstützen.



Drahtlos und komfortabel: Bild und Ton im Heimnetzwerk



High-Definition-Bilder, prototypisch auch in 3D, lassen sich jetzt drahtlos und unkomprimiert samt hoch aufgelöstem Mehrkanalton an den Bildschirm übertragen – nach dem Standard Wireless HD und mit ähnlichen Übertragungssystemen. Vom kabellosen Komfort profitieren insbesondere ultraflache als anspruchsvolle Designobjekte  gestaltete Fernsehgeräte, die sich wie Bilder an die Wand hängen lassen.



Die IFA wird darüber hinaus viele neue Streaming-Lösungen für Audio und Video zeigen, darunter ein breites Angebot an Medienplayern, aber auch viele neue Medienserver und NAS-Laufwerke, die Bilder, Musik und Filme für alle Lautsprecher und Bildschirme im ganzen Haus bereithalten.



Festplattenarchive, Online-Musik und Internet-Radio: HiFi und Netz werden unzertrennlich



Für HiFi-Fans gehört die Netzwerk-Anbindung immer mehr zu den Selbstverständlichkeiten: Musik wird heute überwiegend online bestellt, die Computerfestplatte löst das CD-Regal nach und nach als tönendes Archiv ab, Netzwerk-Clients spielen das private Repertoire entweder selbständig ab oder leiten es an die HiFi-Anlage weiter. Und schon folgt der nächste logische Schritt: Geräte, die über das Heimnetzwerk auf Festplattenarchive zugreifen können, taugen auch gleich noch als Empfänger von Internet-Radiodiensten. Spezielle Provider bieten zehntausende Radiostationen aus aller Welt an, wohl sortiert nach Genre oder Region – eine weitere attraktive Quelle von Unterhaltung und Information.



Mobile Unterhaltung, Navigation und Kommunikation: Die IFA zeigt die ganze Bandbreite



MP3-Player, Navigationsgerät, Smartphone mit Browser, E-Mail-Programm und Multimedia-Ausstattung – die Funktionen der mobilen Endgeräte lassen sich kaum noch voneinander trennen. Die IFA 2010 hat für alle Nutzer die passenden Neuheiten parat: Mobile Jukeboxen, die auch noch Digitalfotos zeigen können oder Diktate aufnehmen; Multimedia-Player für die Hosentasche, die Spielfilme beinahe in TV-Auflösung zeigen; Navigationsgeräte, die Routenempfehlungen über Daten aus Mobilfunknetzen aktualisieren, Smartphones, die Navigationssoftware laden und als komfortable Wegweiser funktionieren. Kaum eine andere Produktkategorie zeigt deutlicher, was Konvergenz heute bedeutet. Die IFA bildet sie ab – umfassend und in all ihren Facetten.



Mobiler Breitband-Zugang für alle: Die vierte Generation der Mobilfunk-Netze macht sich startklar



Die Einführung von Mobilfunknetzen der vierten Generation, „Long Term Evolution“ (LTE) genannt, wirft in den Fachforen der IFA 2010 seine Schatten voraus: Strategiegruppen für digitale Terrestrik und medienpolitische Fachforen diskutieren Chancen und Risiken der künftigen Infrastruktur – etwa über Anwendungsszenarien, die klassische Rundfunkdienste noch stärker als bisher mit den interaktiven Funktionen des Internets verbinden, aber auch darüber, wie sich Rundfunk- und Mobilfunkfrequenzen in eng benachbarten Frequenzbändern so arrangieren lassen, dass störende Einstrahlungen in Rundfunk-Verteilnetze sicher vermieden werden.



Scharfblick in allen Geräteklassen: Camcorder und Digitalkameras



High-Definition-Auflösung gehört für die Camcorder immer mehr zu den Standard-Eigenschaften. Das gilt nicht nur für die neuen Top-Modelle, die mit drei separaten Bildsensoren filmen und damit überragende Bildqualität erzielen. Auch extrem kompakte Geräte im Hosentaschenformat, die sich mit puristischer Ausstattung für Einsteiger und für schnelle Schüsse anbieten, filmen heute schon in HD-Schärfe.



Aber auch digitale Fotokameras, eigentlich eher für Standbilder ausgelegt, verstehen sich auf Bewegtbild-Aufnahmen. Das gilt nicht nur für Pocket-Modelle, die kurze Clips in kleinen Formaten für Youtube-Seiten drehen. Selbst in der Königsklasse, den Spiegelreflexkameras, hat sich die Fähigkeit zur Aufnahme bewegter Bilder etabliert – und das dann gleich standesgemäß: HD-Auflösung zählt hier zu den Selbstverständlichkeiten..


Flash-Speicher auf dem Vormarsch: das Ende der Mechanik ist absehbar



Ob Fernseher, DVD-Player oder HiFi-Komponenten: Immer mehr Geräte der Unterhaltungselektronik haben neben den üblichen Schnittstellen auch Leseschlitze für Speicher-Chipkarten oder USB-Anschlüsse für handliche Speichersticks. Denn die kleinen digitalen Alltagsutensilien haben sich längst als universelle Datenträger für Medieninhalte aller Art bewährt. Sie bringen Fotos aus der Digitalkamera oder selbst gedrehte Filme aus dem Camcorder direkt auf den Flachbildschirm. Oder sie übertragen komplette MP3-Sammlungen aus dem Computer mit wenigen Handgriffen an die HiFi-Anlage im Wohnzimmer.



Die Technologie der Flash-Memory-Chips, die als Schlüsselbauteile in den winzigen, leichten Speichermedien stecken, entwickelt sich in Atem beraubendem Tempo: In nahezu jährlichem Rhythmus verdoppelt sich ihre Kapazität, gleichzeitig werden sie immer preisgünstiger. Flash-Speicher haben längst begonnen, Festplatten und andere mechanische Speichertechnologien zu ersetzen. Im gesamten Camcorder-Markt wächst der Anteil jener Geräte, die bewegte Bilder auf Chipkarten statt auf Festplatten oder optischen Medien speichern, immer schneller. Mit der IFA 2010 wird die Industrie diesen Trend fortschreiben – in Form von vielen neuen, immer leichteren und kompakteren Geräten, die obendrein auch noch deutlich weniger Energie verbrauchen.

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Gestochen scharfes Bild: Miss IFA mit dem Samsung Fernseher UE 46 B 80 90


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